Auf der Grundlage der ganztägigen pädagogischen Lehrerkonferenz vom 10.02.2014 werden folgende „Merkmale Guten Unterrichts“ für unsere Schule beschlossen:

Unser Handlungsrahmen für den Unterricht

  1. Wertschätzender Umgang und Gegenseitige Rücksichtnahme (durch Fürsorge, Respekt, Wertschätzung und Freundlichkeit gekennzeichnet)
  2. Angenehme Lernatmosphäre durch konstruktiven Umgang mit Fehlern
  3. Individuelles und Gemeinsames Lernen
  4. Selbständiges und Kooperatives Lernen
  5. Herausfordernde Lernanlässe und Motivation
  6. Transparenz
  7. Lehrer als Lernbegleiter und „Manager“ des Lernprozesses
  8. strukturierte, effiziente, störungspräventive Klassenführung durch den konsequenten Einsatz von Regeln und Ritualen
  9. Einsatz geeigneter Medien/Materialien/Arbeitsmittel

Wertschätzender Umgang aller Beteiligten und Angenehme Lernatmosphäre bedeutet für uns gegenseitigen Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme, verlässlich eingehaltene Regeln, gemeinsam geteilte Verantwortung und Gerechtigkeit sowie Fürsorge der Lehrerin gegenüber jedem Einzelnen und des Lernverbandes insgesamt.

Individuelles Lernen bedeutet für uns, jeder Schülerin und jedem Schüler die Chance zu geben, ihr bzw. sein motorisches, intellektuelles, emotionales und soziales Potential umfassend zu entwickeln und sie bzw. ihn dabei durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen.

Neben dem individuellen Angebot an Lernzugängen und Lernpensum soll es jedoch nicht darum gehen, die individuellen Stärken und Schwächen isoliert nebeneinanderher laufen zu lassen, sondern in einem Unterricht, der an einer konstruktivistischen Aneignung des Wissens anlehnt, müssen die Lernenden über den Lernstoff in den Austausch gelangen.

Gemeinsames Lernen bedeutet für uns (auf der Grundlage natürlich differenzierter Aufgabenstellungen) allen Kindern die Chance zu geben, an gemeinsam reflektierenden Gesprächen aktiv teilzunehmen.

Selbständiges Lernen bedeutet für uns, dass die Schülerinnen und Schüler durch die eigene Auseinandersetzung mit dem Lernstoff (abhängig von dem Vorwissen, den Einstellungen und der aktuellen Lernsituation) ihr Wissen aktiv konstruieren, Inhalte erschließen und Zusammenhänge entdecken.

Kooperatives Lernen bedeutet für uns, dass sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig bei der Arbeit unterstützen und gemeinsam zu Ergebnissen gelangen. Dies geschieht in Partner- oder Gruppenarbeit. Problemlöse- und Sozialkompetenz werden gleichermaßen aufgebaut und führen häufig zu einem positiveren Selbstbild der Lernenden.

Herausfordernde Lernanlässe/Aufbau von Motivation

Die Qualität des Unterrichts hängt in erheblichem Maße von der Art der Aufgabenstellungen ab. Wir bemühen uns, eine vom Fach ausgehende Motivation aufzubauen, die auf Erforschen-Entdecken-Erklären-Erfinden zielt und in der individuelle Strategien, Lösungswege und Umwege im Denken zugelassen werden.

Transparenz zur eigenverantwortlichen Leistungserziehung

Transparenz der Leistungserwartungen besteht für uns darin, den Schülerinnen und Schülern ein an den gültigen Richtlinien oder an Bildungsstandards ausgerichtetes und ihrem Leistungsvermögen angepasstes Lernangebot zu machen, die Lernziele deutlich zu kommunizieren und ihnen nach formellen und informellen Leistungskontrollen zügig Rückmeldungen zum Lernfortschritt zu geben.

Lehrer als Lernbegleiter und „Manager“ des Lernprozesses

Auf der Grundlage des lerntheoretischen Ansatzes besteht die Aufgabe einer Lehrperson nicht darin, Wissen zu vermitteln, sondern die Lernenden durch ein ausgewogenes Maß an Instruktion in ihrem individuellen Lernprozess zu unterstützen. Die Lehrperson wird zum Initiator von Lernprozessen, zum beratenden Begleiter, welcher den Lernenden Orientierung, Strukturierung und Zielvorgaben anbietet und bei der Umsetzung der Aufgaben hilft.

Strukturierte, effiziente, störungspräventive Klassenführung durch den konsequenten Einsatz von Regeln und Ritualen

Das Ziel von Klassenführung besteht in der Maximierung der individuellen Lernzeit für jeden Lernenden. Wichtig für uns sind dazu eine geschickte Auswahl von Unterrichtsaktivitäten, der Einsatz eingeübter bzw. routinierter und regelgeleiteter Unterrichtsaktivitäten sowie eine kompetente Reaktion der Lehrperson im Hinblick auf positive Bestärkung als auch auf Unterrichtsstörungen bzw. Unterrichtsunterbrechungen.

Vorbereitete Lernumgebung, Bereitstellung geeigneter Medien, Materialien und Arbeitsmittel

Klassen- und Fachräume sollten eine gute Ordnung, eine funktionale Einrichtung, brauchbares Lernwerkzeug bereithalten, sodass Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler den Raum zu ihrem Eigentum machen und erfolgreich arbeiten können.